Dieser versteckte PS5-Fehler ruiniert dein Gaming-Erlebnis: So holst du endlich alles aus deinem Monitor heraus

Wer seine PS5 an einen Gaming-Monitor mit 1440p-Auflösung anschließt, erlebt oft eine unangenehme Überraschung: Das Bild sieht irgendwie nicht so knackig aus, wie man es von Sonys Next-Gen-Konsole erwarten würde. Der Grund dafür ist eine technische Eigenheit, die viele Spieler frustriert und die Sony erst nach massiver Community-Kritik teilweise adressiert hat. Die PS5 rendert nämlich Spiele nicht nativ in 1440p – ein Problem, das bis heute besteht, auch wenn Sony mittlerweile zumindest eine Zwischenlösung nachgeliefert hat.

Warum 1440p für viele Gamer die perfekte Auflösung ist

Diese Auflösung, auch bekannt als QHD oder WQHD mit ihren 2560 x 1440 Pixeln, hat sich bei PC-Gamern als Sweet Spot etabliert. Sie bietet deutlich mehr Bildinformationen als Full HD, fordert aber nicht so viel Rechenpower wie echtes 4K. Für kompetitive Spieler ist sie ideal: schärferes Bild als 1080p, aber mit höheren Framerates als bei 4K möglich. Gaming-Monitore mit 1440p-Auflösung gibt es zudem in riesiger Auswahl, oft mit hohen Bildwiederholraten von 144 Hz oder sogar 240 Hz – perfekt für reaktionsschnelle Shooter und E-Sports-Titel. Viele dieser Monitore sind deutlich günstiger als ihre 4K-Pendants und bieten gleichzeitig bessere Gaming-Features wie adaptive Sync-Technologien.

Das ursprüngliche Problem mit der PlayStation 5

Bei der Markteinführung im November 2020 unterstützte die PS5 ausschließlich die Ausgabeauflösungen 720p, 1080p und 4K. Die bei PC-Gamern so beliebte 1440p-Auflösung fehlte komplett im Menü. Das war besonders ärgerisch, weil die Xbox Series X und Series S von Microsoft diese Auflösung von Anfang an unterstützten. Das Ergebnis für PS5-Besitzer mit 1440p-Monitoren war eine suboptimale Darstellung mit nur zwei Möglichkeiten, und beide hatten ihre Tücken.

Herunterskalierung von 4K auf 1440p

Wenn die PS5 auf 4K-Ausgabe eingestellt ist und der Monitor ein 4K-Signal akzeptiert, rendert die Konsole das Bild in 4K und schickt es über HDMI zum Monitor. Dieser muss dann das 4K-Signal auf seine nativen 1440p herunterskalieren. Das klingt erstmal nicht schlecht – schließlich werden mehr Pixel berechnet und dann komprimiert. In der Praxis führt diese Methode aber zu mehreren Problemen. Erstens ist das Downscaling nicht immer perfekt, was zu leicht verschwommenen Kanten oder Artefakten führen kann. Zweitens kostet das Herunterskalieren den Monitor zusätzliche Verarbeitungszeit, was minimalen Input Lag verursacht – für kompetitive Spieler ein No-Go. Drittens unterstützen nicht alle 1440p-Monitore überhaupt die Annahme eines 4K-Signals, besonders ältere Modelle verweigern schlichtweg die Zusammenarbeit.

1080p mit Hochskalierung

Die Alternative ist, die PS5 auf 1080p einzustellen. In diesem Fall gibt die Konsole ein natives Full-HD-Signal aus, das der Monitor dann auf seine 1440p-Panelauflösung hochskalieren muss. Das Ergebnis ist deutlich sichtbar schlechter: Das Bild wirkt matschig, Details gehen verloren, und man nutzt das Potenzial des Monitors bei weitem nicht aus. Hochskalierung funktioniert generell schlechter als Herunterskalierung, weil der Monitor Bildinformationen erfinden muss, die im Ursprungssignal nicht vorhanden sind. Bei Spielen mit viel Text oder feinen Details – etwa in Rollenspielen oder Strategietiteln – wird das besonders deutlich sichtbar.

Sonys Reaktion: Das 2022-Update bringt Erleichterung

Nach fast zwei Jahren Wartezeit und unzähligen Beschwerden in Foren und sozialen Medien reagierte Sony endlich. Im Jahr 2022 brachte ein Systemupdate die lang ersehnte Unterstützung, sodass die PS5 1440p-Ausgabe unterstützt. Klingt nach einer perfekten Lösung, oder? Nicht ganz. Die Implementierung ist nämlich etwas komplizierter als gedacht. Die Konsole rendert Spiele weiterhin nicht nativ in dieser Auflösung. Stattdessen bietet das Update zwei Szenarien: Für Spiele mit 4K-Unterstützung wird das Spiel in 4K gerendert, und die PS5 selbst skaliert das Bild auf 1440p herunter, bevor es zum Monitor geschickt wird. Das ist besser als die Monitor-seitige Skalierung, weil Sonys Algorithmus meist bessere Arbeit leistet. Für Spiele ohne 4K-Unterstützung läuft das Spiel in 1080p, und die PS5 skaliert auf 1440p hoch.

Wie man die neue Auflösung aktiviert

Falls du einen 1440p-Monitor besitzt und die PS5 aktuell nutzt, solltest du sicherstellen, dass die neue Auflösung auch aktiviert ist. Navigiere dazu in den Einstellungen zu Bildschirm und Video, dann zu Videoausgabe. Dort findest du unter Auflösung nun auch die Option 1440p – vorausgesetzt, deine Konsole läuft mit der aktuellen Firmware und der Monitor wird korrekt erkannt. Ein wichtiger Hinweis: Manche Monitore werden nicht automatisch erkannt oder als 1440p-fähig identifiziert, auch wenn sie es sind. Besonders Ultrawide-Monitore mit 3440×1440 Pixeln bereiten der PS5 häufig Erkennungsprobleme. In solchen Fällen hilft manchmal ein anderes HDMI-Kabel oder das Durchprobieren verschiedener HDMI-Ports am Monitor.

Performance-Unterschiede in der Praxis

Die gute Nachricht ist: Mit aktivierter 1440p-Ausgabe ist die Bildqualität auf entsprechenden Monitoren spürbar besser geworden. Tests zeigen, dass die konsolen-interne Herunterskalierung von 4K deutlich sauberere Ergebnisse liefert als die meisten Monitor-Scaler. Texte sind schärfer, Kanten wirken klarer, und das Gesamtbild hat mehr Tiefe. Die weniger gute Nachricht: Es bleibt eine Skalierung, kein natives Rendering. Da die PS5 nicht nativ 1440p rendert, kann man bei extrem detailreichen Spielen oder wenn man sehr nah am Monitor sitzt minimale Unterschiede zu einer hypothetischen nativen Darstellung erkennen. Für die allermeisten Spieler ist der Unterschied aber vernachlässigbar.

Welche Monitore funktionieren am besten?

Nicht alle 1440p-Monitore sind gleich kompatibel mit der PS5. Besonders bei älteren Modellen kann es Probleme geben. Hier wird es technisch wichtig: HDMI 2.0 unterstützt 1440p ausschließlich bei 60 Hz. Wer die oft beworbene Kombination von 1440p mit 120 Hz nutzen möchte, braucht zwingend HDMI 2.1. Diese Unterscheidung ist entscheidend, wird aber in vielen Produktbeschreibungen nicht deutlich genug kommuniziert. Achte außerdem darauf, dass der Monitor explizit 1440p über HDMI unterstützt – manche PC-Monitore akzeptieren diese Auflösung nur über DisplayPort. Gaming-Monitore neuerer Bauart, die explizit Konsolen-Kompatibilität versprechen, sind die sicherste Wahl.

Die 120-Hz-Frage bei 1440p

Viele Spieler erhoffen sich von ihren 144-Hz- oder 165-Hz-Monitoren endlich flüssigere Bildraten auf der PS5. Doch hier gibt es eine wichtige Einschränkung: Für 1440p mit 120 Hz sind die technischen Anforderungen deutlich höher. Wie bereits erwähnt, benötigt diese Kombination HDMI 2.1. Monitore mit HDMI 2.0 schaffen bei 1440p maximal 60 Hz. Zudem unterstützen nicht alle PS5-Spiele überhaupt 120-Hz-Modi. Und selbst bei Titeln mit entsprechender Unterstützung wird häufig die Auflösung auf 1080p reduziert, um die hohe Framerate zu halten. Die Kombination aus hoher Auflösung und hoher Bildwiederholrate ist selbst für die leistungsstarke PS5 eine Herausforderung.

Lohnt sich ein 1440p-Monitor für die PS5?

Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Wenn du bereits einen hochwertigen 1440p-Monitor besitzt, ist die PS5 seit dem Update eine deutlich bessere Option als vorher. Du bekommst ein ordentliches Bild und kannst Features wie hohe Bildwiederholraten nutzen – sofern dein Monitor HDMI 2.1 unterstützt und das jeweilige Spiel die Framerate liefert. Wer allerdings einen neuen Monitor speziell für die PS5 kaufen möchte, sollte genau überlegen. Ein 4K-Fernseher oder Monitor könnte die bessere Investition sein, da viele PS5-Spiele für 4K-Ausgabe konzipiert sind. Die PS5 ist schließlich primär für diese Auflösung entwickelt worden, und dabei spielt sie ihre Stärken am besten aus.

Für kompetitive Spieler, die Wert auf niedrigen Input Lag und hohe Framerates legen, kann ein 1440p-Monitor mit HDMI 2.1 und echter 120-Hz-Unterstützung durchaus Sinn ergeben – vor allem, wenn man die Konsole auch mal mit einem PC teilen möchte. Die Entscheidung hängt letztlich davon ab, welche Spiele du bevorzugst und wie wichtig dir maximale Bildschärfe im Vergleich zu flüssiger Bewegung ist. Die von Sony beworbene Kombination aus 4K und 120 Hz funktioniert in der Praxis ohnehin nicht bei allen Spielen problemlos, viele Titel erreichen diese Parameter nicht gleichzeitig. Wer hauptsächlich Single-Player-Spiele mit beeindruckender Grafik genießen möchte, fährt mit 4K besser. Wer hingegen schnelle Shooter und Reaktionsspiele bevorzugt, findet in 1440p mit hohen Framerates möglicherweise die bessere Balance zwischen Bildqualität und Performance.

Mit welcher Auflösung zockst du deine PS5?
4K am TV wie Sony will
1440p am Gaming-Monitor
1080p für maximale FPS
Hab noch gar keine PS5
Xbox regelt das besser

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